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Wärmepumpe und Heizstrom · Stand Oktober 2026

Strom für Wärmepumpe und Heizung: richtig abgerechnet

Eine Wärmepumpe braucht im Jahr oft mehrere tausend Kilowattstunden Strom. Wie dieser Strom gemessen wird und welcher Tarif passt, hat deshalb großen Einfluss auf Ihre Heizkosten. Hier erfahren Sie, was § 14a EnWG für Ihr Netzentgelt bedeutet und wie MB Finance Sie bei der Tarifwahl unterstützt.

  • Wärmepumpentarif
  • § 14a EnWG
  • Eigener Zähler
  • Nachtspeicher

Warum es eigene Wärme­pumpen­tarife gibt

Wärmepumpen zählen zu den steuerbaren Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG. Der Netzbetreiber darf ihre Leistung vorübergehend drosseln, wenn eine Überlastung des örtlichen Netzes droht. Im Gegenzug zahlen Sie ein geringeres Netzentgelt. Viele Versorger bieten Wärmepumpentarife an, in denen diese Ermäßigung enthalten ist.

Die Regeln gelten für Geräte mit mehr als 4,2 kW Leistung, die ab dem 1. Januar 2024 in Betrieb gegangen sind. Ganz abschalten darf der Netzbetreiber diese Geräte nicht: Auch bei einer Drosselung bleiben mindestens 4,2 kW verfügbar.

Versorger müssen keinen Wärmepumpentarif anbieten, und eine Grundversorgung für Wärmestrom gibt es nicht. Ob sich ein eigener Tarif lohnt, hängt von Verbrauch, Zähler und Netzgebiet ab.

§ 14a EnWG: die drei Module

Für das ermäßigte Netzentgelt gibt es drei Varianten. Wählen Sie nichts, rechnet der Netzbetreiber mit Modul 1.

ModulWas Sie bekommenVoraussetzung
Modul 1Pauschale Ermäßigung des Netzentgelts pro Jahr. Den Betrag legt Ihr Netzbetreiber fest; laut Bundesnetzagentur etwa 110 bis 190 € (Stand 2023).Kein eigener Zähler nötig.
Modul 2Der Arbeitspreis des Netzentgelts sinkt auf 40 %, also um 60 %. Das gilt nur für den Strom der Wärmepumpe.Eigener Zähler für die Wärmepumpe.
Modul 3Zeitvariables Netzentgelt mit drei Preisstufen, wählbar seit April 2025.Nur zusätzlich zu Modul 1 und mit intelligentem Messsystem.

Quelle: Bundesnetzagentur. Modul 2 und Modul 3 lassen sich nicht kombinieren. Ein Wechsel zwischen Modul 1 und Modul 2 ist möglich, aber nicht rückwirkend.

Eigener Zähler oder gemeinsamer Zähler?

Die wichtigste Frage beim Wärmepumpenstrom ist, ob die Wärmepumpe einen eigenen Zähler hat.

Eigener Zähler für die Wärmepumpe

  • Modul 2: Das Netzentgelt für den Wärmepumpenstrom sinkt deutlich.
  • Eigener Vertrag: Meist ist ein eigener Stromvertrag für die Wärmepumpe nötig. Die Verbraucherzentrale NRW fand das bei 19 von 23 Anbietern.
  • Einbau: Je nach Zählerschrank kann er mehrere hundert bis einige tausend Euro kosten.
  • Lohnt sich laut Verbraucherzentrale NRW meist ab etwa 4.000 kWh Wärmepumpenstrom im Jahr.

Ein Zähler für Haushalt und Wärmepumpe

  • Modul 1: Die pauschale Ermäßigung ist auch ohne eigenen Zähler möglich, Modul 3 zusätzlich mit Smart Meter.
  • Kein Umbau: Am Zählerschrank muss nichts geändert werden.
  • Ein Tarif: Die Wärmepumpe läuft meist über den Haushaltsstromtarif.
  • Bei kleinerem Wärmepumpenverbrauch ist das laut Verbraucherzentrale NRW oft die günstigere Lösung.

Jahresarbeitszahl und Strom­verbrauch

Die Jahresarbeitszahl (JAZ) ist die wichtigste Kennzahl für die Effizienz einer Wärmepumpe. Sie gibt das Verhältnis von erzeugter Wärme zu eingesetztem Strom über ein ganzes Jahr an. Eine JAZ von 3,5 bedeutet: Aus 1 kWh Strom werden im Jahresmittel 3,5 kWh Wärme. Messen lässt sich die JAZ nur mit einem Stromzähler und einem Wärmemengenzähler für die Wärmepumpe.

Daraus ergibt sich eine einfache Formel: Wärmebedarf in kWh ÷ Jahresarbeitszahl = Stromverbrauch der Wärmepumpe. Rechenbeispiel mit angenommenen Werten: 15.000 kWh Wärmebedarf ÷ 3,5 = rund 4.300 kWh Strom im Jahr.

Die Verbraucherzentrale NRW rechnet in ihrem Marktcheck vom Februar 2026 beispielhaft mit 6.000 kWh Wärmepumpenstrom im Jahr. Bei Tarifen mit Modul 2 lag der Arbeitspreis dort im Schnitt bei 24 ct/kWh (Spanne 20 bis 29 ct/kWh), bei Tarifen mit Modul 1 ohne eigenen Zähler im Schnitt bei 31,5 ct/kWh. Das sind Momentaufnahmen und keine Zusage für Ihren Tarif.

Nachtspeicher und Heizstrom mit HT und NT

Nachtspeicheröfen laden nachts Wärme und geben sie tagsüber ab. Sie laufen meist über einen Zweitarifzähler mit Hochtarif (HT) am Tag und Niedertarif (NT) in der Nacht. Für den NT-Zeitraum gilt in der Regel ein niedrigerer Arbeitspreis. Vergleichen Sie bei Heizstrom deshalb beide Arbeitspreise und den Grundpreis.

Für Nachtspeicherheizungen gelten nach Angaben der Bundesnetzagentur dauerhaft die bisherigen Regeln. Für Wärmepumpen, die vor 2024 in Betrieb gegangen sind, gilt: Mit einer Steuerungsvereinbarung wechseln sie spätestens zum 1. Januar 2029 in die neuen Regeln. Ohne Vereinbarung bleiben sie ausgenommen, können aber freiwillig wechseln.

Für ältere Anlagen sind Bestandstarife laut Verbraucherzentrale NRW oft günstiger. Beim Vergleich muss der Tarif zum Datum der Inbetriebnahme passen.

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Neue Wärmepumpe

Sie haben gerade eine Wärmepumpe einbauen lassen oder planen sie. Wir prüfen, welches Modul und welcher Tarif zu Ihrem erwarteten Verbrauch passen.

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Sie heizen mit Strom über einen Zweitarifzähler. Wir vergleichen Heizstromtarife, die zu Ihrem Zähler passen.

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Prüfen Sie auch, ob Ihre Wohngebäudeversicherung die neue Haustechnik einschließt. Dazu berät MB Finance auf mitblick-finance.com.

So läuft es mit MB Finance

Einen Live-Tarifvergleich gibt es auf dieser Website nicht. Konkrete Wärmestromtarife erhalten Sie über „Angebot anfordern“ oder in der Beratung.

  1. 01

    Anfrage stellen

    Sie melden sich per Telefon, WhatsApp, E-Mail oder über das Anfrageformular. Die Beratung findet telefonisch oder per Microsoft Teams statt.

  2. 02

    Verbrauch und Vertrag prüfen

    Wir prüfen Zählerart, Modul, Datum der Inbetriebnahme, Jahresverbrauch und Ihren bisherigen Vertrag. Fotos von Rechnung und Zähler helfen.

  3. 03

    Tarife vergleichen

    Wir vergleichen passende Wärmepumpen- und Heizstromtarife der Versorger, mit denen MB Finance zusammenarbeitet. Dabei klären wir, ob die Netzentgeltermäßigung im Preis enthalten ist.

  4. 04

    Angebot als PDF erhalten

    Sie bekommen das Angebot als PDF auf Deutsch, auf Wunsch zusätzlich auf Persisch oder Englisch.

  5. 05

    Auftrag unterschreiben

    Wenn Sie einverstanden sind, unterschreiben Sie den Auftrag direkt auf dem Bildschirm oder über einen Link.

  6. 06

    Wechsel ohne Unterbrechung

    Der neue Versorger kündigt in der Regel Ihren alten Vertrag und übernimmt die Anmeldung beim Netzbetreiber. Ihre Heizung läuft ohne Unterbrechung weiter.

Häufige Fragen

Brauche ich für einen Wärmepumpentarif einen eigenen Zähler?

Nicht immer. Für Modul 2 ist ein eigener Zähler Voraussetzung, für Modul 1 nicht. Viele Wärmepumpentarife setzen aber einen eigenen Zähler voraus. Ohne eigenen Zähler läuft die Wärmepumpe meist über den Haushaltsstromtarif.

Darf der Netzbetreiber meine Wärmepumpe abschalten?

Bei Anlagen ab 2024 nicht vollständig. Er darf die Leistung nur vorübergehend drosseln, um eine Überlastung des örtlichen Netzes zu verhindern. Dabei bleiben mindestens 4,2 kW verfügbar.

Welches Modul ist für mich günstiger?

Das hängt vor allem vom Verbrauch der Wärmepumpe und vom Netzbetreiber ab. Die Verbraucherzentrale NRW nennt als Faustregel: ab etwa 4.000 kWh im Jahr meist Modul 2, darunter meist Modul 1. Wir rechnen mit Ihren Werten.

Gibt es eine Grundversorgung für Wärmepumpenstrom?

Nein. Für Wärmestromtarife gibt es keine Grundversorgung. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihr Vertrag rechtzeitig verlängert oder ersetzt wird.

Ist die Netzentgeltermäßigung im Tarif schon enthalten?

Das ist unterschiedlich. Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt, vor dem Abschluss zu klären, ob die Ermäßigung im Arbeitspreis steckt oder auf der Rechnung gutgeschrieben wird. Darauf achten wir auch beim Vergleich.

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