Schaltbare Steckdosenleisten
Fernseher, Spielekonsole, Lautsprecher und Computer hängen oft an einer Leiste. Mit einem Schalter trennen Sie alle Geräte auf einmal vom Netz, wenn Sie sie nicht nutzen.
Ratgeber · Stand 2026
Viele Haushalte verbrauchen mehr Strom als nötig, oft ohne es zu merken. Mit einigen neuen Gewohnheiten und dem richtigen Gerät beim nächsten Kauf sinkt der Verbrauch spürbar. Hier finden Sie Tipps mit belegten Größenordnungen und Vergleichswerte, mit denen Sie Ihren eigenen Verbrauch einordnen können.
Laut BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft) braucht die Informations- und Unterhaltungstechnik den größten Teil des Haushaltsstroms. Dazu gehören Fernseher, Computer, Router und Spielekonsolen. Danach folgen Waschen und Trocknen, die Beleuchtung sowie Kühl- und Gefriergeräte.
Wer warmes Wasser mit Strom bereitet, etwa mit einem Durchlauferhitzer, verbraucht deutlich mehr. Nach Angaben von co2online entfällt dann rund ein Drittel des Stromverbrauchs auf das Warmwasser. Der Stand-by-Betrieb macht im Durchschnitt rund ein Zehntel des Verbrauchs aus.
Die Anteile sind Durchschnittswerte des BDEW (Stand Juni 2026). In Ihrem Haushalt kann die Verteilung ganz anders aussehen. Messen hilft deshalb mehr als Schätzen.
Der Stromspiegel von co2online zeigt den durchschnittlichen Jahresverbrauch deutscher Haushalte. Die aktuellen Werte (Stand Mai 2025) beruhen auf Verbrauchsdaten aus dem Jahr 2024.
| Personen | Wohnung (ohne / mit Warmwasser über Strom) | Haus (ohne / mit Warmwasser über Strom) |
|---|---|---|
| 1 | 1.200 / 1.600 kWh | 1.800 / 2.100 kWh |
| 2 | 1.900 / 2.500 kWh | 2.700 / 3.200 kWh |
| 3 | 2.400 / 3.500 kWh | 3.500 / 4.100 kWh |
| 4 | 2.600 / 4.000 kWh | 3.800 / 4.700 kWh |
| 5 | 3.100 / 5.000 kWh | 4.500 / 6.000 kWh |
Durchschnittlicher Jahresverbrauch. „Wohnung“ meint eine Wohnung im Mehrfamilienhaus, „Haus“ ein Ein- oder Zweifamilienhaus. Quelle: co2online, Stromspiegel für Deutschland.
Ihren Jahresverbrauch finden Sie auf der letzten Jahresabrechnung. Vergleichen Sie ihn mit dem Wert in der Tabelle, der zu Ihrer Wohnsituation passt. Liegt Ihr Verbrauch deutlich darüber, lohnt sich die Suche nach Stromfressern.
Ein Beispiel: Ein Zwei-Personen-Haushalt in einer Wohnung ohne Warmwasser über Strom verbraucht im Durchschnitt 1.900 kWh im Jahr. Sehr sparsame Haushalte dieser Größe kommen laut Stromspiegel mit bis zu 1.200 kWh aus. Der Unterschied von 700 kWh kostet beim durchschnittlichen Haushaltsstrompreis von rund 37 ct/kWh (BDEW, August 2026) etwa 260 € im Jahr.
Der Verbrauch hängt aber auch von Ihrem Alltag ab. Wer zu Hause arbeitet, ein Aquarium hat oder elektrisch kocht und wäscht, liegt oft höher. Wichtig ist, dass Sie wissen, wofür der Strom gebraucht wird.
Viele Geräte brauchen Strom, auch wenn sie scheinbar aus sind. Diese kleinen Verbräuche laufen rund um die Uhr und summieren sich über das Jahr.
Fernseher, Spielekonsole, Lautsprecher und Computer hängen oft an einer Leiste. Mit einem Schalter trennen Sie alle Geräte auf einmal vom Netz, wenn Sie sie nicht nutzen.
Neue Geräte dürfen nach EU-Vorgaben im Stand-by höchstens 0,5 Watt verbrauchen. Für vernetzte Geräte gilt diese Grenze nicht. Ältere Geräte und Netzteile liegen oft darüber, laut Verbraucherzentrale bei 0,5 bis 10 Watt.
Router, Repeater und Smart-Home-Geräte laufen ständig. Prüfen Sie in den Einstellungen, ob sich das WLAN nachts automatisch abschalten lässt, und entfernen Sie Geräte, die Sie nicht mehr brauchen.
Ein leistungsstarker Gaming-PC braucht nach Angaben der Verbraucherzentrale im Durchschnitt über 300 Watt. Bei 3,5 Stunden am Tag sind das mehr als 380 kWh im Jahr. Nutzen Sie Energiesparmodi und schalten Sie den Rechner nach dem Spielen ganz aus.
Im Kühlschrank reichen 7 °C im oberen Fach, im Gefriergerät −18 °C. Jedes Grad kälter erhöht den Verbrauch laut Verbraucherzentrale um etwa 6 %. Stellen Sie Kühlgeräte nicht direkt neben Herd oder Heizung und tauen Sie vereiste Fächer ab.
Für normal verschmutzte Wäsche reichen in vielen Fällen 30 °C. Waschen Sie mit voller Trommel. Eco-Programme dauern länger, brauchen aber weniger Energie.
Am wenigsten Strom braucht die Wäscheleine. Moderne Wärmepumpentrockner brauchen laut Umweltbundesamt etwa 73 bis 97 kWh für 100 Trocknungen, ältere Geräte ohne Wärmepumpe rund 340 kWh. Schleudern Sie die Wäsche vorher mit hoher Drehzahl.
Eine voll beladene Spülmaschine im Eco-Programm ist sparsam. Vorspülen unter fließendem Wasser ist nicht nötig. Kurzprogramme verbrauchen meist mehr Energie.
Kochen Sie mit Deckel und mit wenig Wasser. Für Gemüse, Eier oder Kartoffeln reichen oft 1 bis 2 cm. Wasser erhitzen Sie im Wasserkocher schneller als im Topf. Umluft spart beim Backen laut Verbraucherzentrale etwa 15 % Energie gegenüber Ober- und Unterhitze.
LED-Lampen brauchen laut Verbraucherzentrale bis zu 90 % weniger Strom als alte Glühlampen. Tauschen Sie zuerst die Lampen, die am längsten brennen. Licht in leeren Räumen auszuschalten bleibt trotzdem sinnvoll.
Wird Wasser mit Strom erwärmt, ist das oft der größte einzelne Posten. Ein elektronischer Durchlauferhitzer regelt die Temperatur genau. Laut Verbraucherzentrale kann er im Alltag bis zu 30 % Strom gegenüber einem hydraulischen Gerät sparen.
Ein Sparduschkopf kostet etwa 20 € und kann den Warmwasserverbrauch um bis zu 50 % senken. Achten Sie auf einen Durchfluss unter 9 Litern pro Minute. Herkömmliche Brausen liegen oft bei 10 bis 12 Litern, Regenduschen bei bis zu 20 Litern.
Stellen Sie die gewünschte Temperatur direkt am Gerät ein, statt sehr heißes Wasser mit kaltem zu mischen. Aus hygienischen Gründen rät die Verbraucherzentrale, die Temperatur am Durchlauferhitzer regelmäßig auf mindestens 55 °C zu stellen, bei kleinen Untertischspeichern auf mindestens 50 °C.
Für viele Geräte gilt wieder eine Skala von A bis G ohne Plus-Klassen. Die neue Einteilung ist strenger als die alte. Vergleichen Sie deshalb vor allem den Verbrauch in kWh.
Nehmen Sie die letzte Jahresabrechnung und vergleichen Sie den Verbrauch mit den Werten des Stromspiegels.
Lesen Sie abends den Zählerstand ab, wenn nur noch die Geräte laufen, die auch nachts laufen. Lesen Sie morgens noch einmal ab. Teilen Sie die Differenz in kWh durch die Zahl der Stunden und multiplizieren Sie mit 1.000. Das ist Ihre durchschnittliche Grundlast in Watt.
Ein Strommessgerät wird zwischen Steckdose und Gerät gesteckt. Es zeigt, was ein Gerät im Betrieb und im Stand-by braucht. Kühlgeräte messen Sie am besten über 24 Stunden.
Verbrauch in kWh mal Arbeitspreis ergibt die Kosten. Beispiel: Ein Gerät mit 10 Watt Dauerleistung braucht im Jahr rund 88 kWh. Bei 37 ct/kWh sind das etwa 32 €.
Ändern Sie zuerst, was am meisten bringt. Mit unserem Geräte-Rechner können Sie die Kosten einzelner Geräte schätzen.
Das hängt von der Zahl der Personen und von der Wohnform ab. Laut Stromspiegel verbraucht ein Zwei-Personen-Haushalt in einer Wohnung ohne Warmwasser über Strom im Durchschnitt 1.900 kWh im Jahr, in einem Haus 2.700 kWh. Mit Warmwasser über Strom liegen die Werte deutlich höher.
Ja, vor allem bei Unterhaltungselektronik und älteren Geräten. Stand-by macht im Durchschnitt rund ein Zehntel des Haushaltsstroms aus. Eine schaltbare Steckdosenleiste ist eine einfache Lösung.
Nicht unbedingt. Messen Sie zuerst den Verbrauch über 24 Stunden und rechnen Sie ihn auf ein Jahr hoch. Vergleichen Sie ihn mit dem Jahresverbrauch eines neuen Geräts auf dem Energielabel. Erst dann sehen Sie, ob sich der Tausch rechnet.
Ein digitaler Zähler zeigt Ihren Verbrauch genauer an. Sparen müssen Sie aber selbst, indem Sie Geräte anders nutzen. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber Smart Meter.
Beides wirkt zusammen, denn die Kosten ergeben sich aus Verbrauch mal Preis. Wenn Sie Ihren Tarif prüfen möchten, vergleichen wir die Tarife der Versorger, mit denen wir zusammenarbeiten. Sie erreichen uns per Telefon, WhatsApp, E-Mail oder über das Anfrageformular.
Wie viel kostet der Fernseher, die Spielkonsole oder der Heizlüfter im Jahr? Tragen Sie Leistung, Nutzungsdauer und Stand-by ein.
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