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Autostrom · Stand Oktober 2026

Strom für Ihr E-Auto: zu Hause gut geladen

Wer sein E-Auto zu Hause lädt, braucht deutlich mehr Strom als vorher. Ob ein eigener Autostromtarif sinnvoll ist oder der normale Haushaltstarif reicht, hängt von Fahrleistung, Zähler und Netzgebiet ab. Diese Seite erklärt die wichtigsten Regeln und zeigt, wie Sie Ihre Ladekosten selbst berechnen.

  • Wallbox
  • § 14a EnWG
  • Autostrom oder Haushaltsstrom
  • Kosten je 100 km

Laden zu Hause: was Sie wissen sollten

Wer regelmäßig zu Hause lädt, nutzt meist eine Wallbox. Jede Ladeeinrichtung für E-Autos müssen Sie vor der Inbetriebnahme dem Netzbetreiber mitteilen. Liegt die Leistung insgesamt über 12 kVA, muss der Netzbetreiber vorher zustimmen (§ 19 NAV).

Wallboxen mit mehr als 4,2 kW Leistung, die ab dem 1. Januar 2024 in Betrieb gegangen sind, zählen als steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG. Der Netzbetreiber darf die Ladeleistung bei drohender Überlastung des Netzes vorübergehend drosseln, aber nicht ganz abschalten: Mindestens 4,2 kW bleiben verfügbar. Dafür zahlen Sie ein ermäßigtes Netzentgelt.

  • Modul 1: pauschale Ermäßigung des Netzentgelts, laut Bundesnetzagentur etwa 110 bis 190 € im Jahr (Stand 2023). Kein eigener Zähler nötig. Gilt, wenn Sie nichts anderes wählen.
  • Modul 2: Der Arbeitspreis des Netzentgelts sinkt um 60 %. Dafür braucht die Wallbox einen eigenen Zähler.
  • Modul 3: zeitvariables Netzentgelt, seit April 2025 zusätzlich zu Modul 1 wählbar. Voraussetzung ist ein intelligentes Messsystem.

Autostromtarif oder Haushaltstarif?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Entscheidend sind Ihre Fahrleistung, die Zählersituation und die Preise in Ihrem Netzgebiet.

Eigener Autostromtarif

  • Eigener Zähler: Er ist nötig, damit der Ladestrom getrennt abgerechnet werden kann.
  • Arbeitspreis: In einer ADAC-Auswertung vom Januar 2026 lag Autostrom im Schnitt rund 3 bis 4 ct/kWh unter Haushaltsstrom.
  • Zweiter Grundpreis: Für den zusätzlichen Vertrag zahlen Sie einen weiteren Grundpreis.
  • Einmalige Kosten: Zusatzzähler und eventuell Umbau des Zählerschranks. Der ADAC nennt für den Umbau bis zu 2.000 €.
  • Fahrleistung: Laut ADAC kann sich ein Autostromtarif ab etwa 10.000 km im Jahr lohnen.

Laden über den Haushaltstarif

  • Kein zweiter Zähler und kein zweiter Grundpreis.
  • Modul 1: Die pauschale Netzentgeltermäßigung ist auch ohne eigenen Zähler möglich.
  • Höherer Verbrauch: Ihr Jahresverbrauch steigt, ein niedriger Arbeitspreis wird wichtiger.
  • Fahrleistung: Unter etwa 10.000 km im Jahr war laut ADAC zuletzt meist der normale Hausanschluss günstiger.
  • Abschlag: Passen Sie ihn an den höheren Verbrauch an, damit keine hohe Nachzahlung entsteht.

Kosten je 100 km: so rechnen Sie selbst

Der Verbrauch eines E-Autos wird in Kilowattstunden je 100 Kilometer angegeben. In den ADAC-Tests lagen die Werte 2026 je nach Modell zwischen rund 13 und 30 kWh je 100 km. Diese Werte enthalten die Ladeverluste, anders als die Anzeige im Bordcomputer.

Die Formel lautet: Verbrauch in kWh je 100 km × Arbeitspreis in € je kWh = Stromkosten je 100 km. Für Ihren zusätzlichen Jahresverbrauch gilt: Kilometer im Jahr ÷ 100 × Verbrauch je 100 km.

Setzen Sie Ihren eigenen Arbeitspreis und den realen Verbrauch Ihres Autos ein. Für die Jahreskosten kommen der Grundpreis und gegebenenfalls die Kosten für einen zweiten Zähler hinzu.

Rechenbeispiel mit angenommenen Werten: 18 kWh × 0,35 € = 6,30 € je 100 km. Bei 10.000 km im Jahr sind das 1.800 kWh zusätzlicher Verbrauch.

THG-Quote kurz erklärt

Halter reiner Elektroautos können die eingesparten Treibhausgase ihres Fahrzeugs einmal pro Kalenderjahr bescheinigen lassen. Dafür gilt ein fester Schätzwert je Fahrzeugklasse; der tatsächliche Ladestrom wird nicht gemessen. Den Antrag beim Umweltbundesamt können Sie einem Dienstleister überlassen, der die bescheinigte Menge an quotenpflichtige Unternehmen verkauft. Nötig ist eine Kopie der Zulassungsbescheinigung Teil I.

Plug-in-Hybride zählen nicht, nur rein batterieelektrische Fahrzeuge. Wie viel Geld Sie dafür erhalten, hängt vom Markt ab und ist nicht garantiert.

Für wen diese Seite passt

01

Neues E-Auto mit Wallbox

Sie planen eine Wallbox oder haben gerade eine installieren lassen. Wir prüfen, ob ein eigener Tarif oder der Haushaltstarif besser passt.

02

Haus mit Garage oder Stellplatz

Die Wallbox hängt an Ihrem Hausanschluss. Wir sehen uns Zählerschrank, Modul nach § 14a EnWG und Ihren Gesamtverbrauch an.

03

Wohnung im Mehrfamilienhaus

Klären Sie mit Vermieter oder Eigentümergemeinschaft, wo die Wallbox angeschlossen wird und über welchen Zähler der Strom läuft.

04

Haushalte mit Wärmepumpe und E-Auto

Mit mehreren steuerbaren Geräten lohnt der Blick auf das Gesamtbild aus Zählern, Modulen und Tarifen.

So läuft es mit MB Finance

Einen Live-Tarifvergleich gibt es auf dieser Website nicht. Konkrete Tarife erhalten Sie über „Angebot anfordern“ oder in der Beratung.

  1. 01

    Anfrage stellen

    Sie melden sich per Telefon, WhatsApp, E-Mail oder über das Anfrageformular. Die Beratung findet telefonisch oder per Microsoft Teams statt.

  2. 02

    Verbrauch und Vertrag prüfen

    Wir sehen uns Ihren bisherigen Vertrag, den Haushaltsverbrauch, Ihre Fahrleistung und die Zählersituation an.

  3. 03

    Tarife vergleichen

    Wir vergleichen passende Haushalts- und Autostromtarife der Versorger, mit denen MB Finance zusammenarbeitet, und rechnen mit Ihren Kilometern.

  4. 04

    Angebot als PDF erhalten

    Sie bekommen das Angebot als PDF auf Deutsch, auf Wunsch zusätzlich auf Persisch oder Englisch.

  5. 05

    Auftrag unterschreiben

    Wenn Sie einverstanden sind, unterschreiben Sie den Auftrag direkt auf dem Bildschirm oder über einen Link.

  6. 06

    Wechsel ohne Unterbrechung

    Der neue Versorger kündigt in der Regel Ihren alten Vertrag und übernimmt die Anmeldung beim Netzbetreiber. Sie können ohne Unterbrechung weiter laden.

Häufige Fragen

Muss ich meine Wallbox anmelden?

Ja. Jede Ladeeinrichtung für E-Autos müssen Sie dem Netzbetreiber vor der Inbetriebnahme mitteilen. Ab einer Leistung von insgesamt mehr als 12 kVA muss der Netzbetreiber vorher zustimmen. Oft übernimmt der Elektrofachbetrieb die Anmeldung.

Brauche ich für Autostrom einen zweiten Zähler?

Für einen getrennten Autostromtarif und für Modul 2 nach § 14a EnWG ja. Für Modul 1 ist ein eigener Zähler nicht nötig. Dann laden Sie über Ihren normalen Haushaltstarif.

Lohnt sich ein Autostromtarif für mich?

Das hängt vor allem von Ihrer Fahrleistung ab. Laut ADAC kann sich ein eigener Tarif ab etwa 10.000 km im Jahr lohnen, darunter war zuletzt meist der Haushaltstarif günstiger. Wir rechnen beide Varianten mit Ihren Werten durch.

Was bringt mir die THG-Quote?

Als Halter eines reinen E-Autos können Sie die Treibhausgasminderung einmal im Jahr über einen Dienstleister verkaufen. Die Höhe der Auszahlung schwankt und ist nicht garantiert. Mit Ihrem Stromtarif hat die THG-Quote nichts zu tun.

Berät MB Finance auch zur Kfz-Versicherung?

Ja. MB Finance berät auch zu Versicherungen, zum Beispiel zur Kfz-Versicherung für Ihr E-Auto. Mehr dazu finden Sie auf mitblick-finance.com.

Passend dazu

Persönlich beraten lassen

Rufen Sie an, schreiben Sie per WhatsApp oder E-Mail oder fordern Sie direkt ein Angebot an. Wir beraten telefonisch oder per Microsoft Teams – auf Deutsch, Persisch und Englisch.